Zum
ersten Mal konnte am Menschen wissenschaftlich nachgewiesen werden,
dass ein natürliches Entgiftungsverfahren
im Körper angereicherte,
fettlösliche Umweltschadstoffe wie polychlorierte Biphenyle
(PCBs) und Pestizide wirksam und ohne Nebenwirkungen ausleiten
kann.
In einer Studie des Instituts of Science, Technology and Public
Policy der Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa
in Zusammenarbeit
mit einem Speziallabor der University of Colorado zeigten amerikanische
Forscher, dass im Blut nachweisbare Giftstoffe durch die klassische
ayurvedische Panchakarma-Therapie bis zu über 50 Prozent eliminiert
werden können.
Chemikalien belasten die Gesundheit
Bei der internationalen Anmeldestelle für Chemikalien, dem Chemical
Abstracts Service im amerikanischen Columbus, sind mittlerweile weit über
13 Millionen künstliche Substanzen registriert. Mindestens 100.000
dieser Industriestoffe ballen sich zu einer Chemikalienfracht, die
wir fortwährend über Nahrung, Luft und Haut in uns aufnehmen.
Experten schätzen, dass in Deutschland mittlerweile 30 Prozent
der Bevölkerung an Umweltkrankheiten leiden.
Die meisten der heutigen Umweltgifte sind lipophil, d.h. sie lagern
sich in die fetthaltigen Strukturen des Körpers ein und akkumulieren
dort. Diese fettlöslichen Toxine werden mit einer Reihe von
Erkrankungen in Verbindung gebracht, z.B. mit hormonellen Störungen,
Immunschwäche, Allergien, Erkrankungen der Leber und Haut, unterschiedlichen
Formen von Krebs, neurologischen Erkrankungen, Fertilitätsstörungen
und Missbildungen.
Die Studie
Die Untersuchung der amerikanischen Wissenschaftler gliederte sich
in zwei Teile: einer Querschnitts- und einer Prospektivstudie. Damit
sollte zum einen die Belastung der Bevölkerung mit Schadstoffen
und zum anderen die ausleitende Wirksamkeit der Panchakarma-Therapie
geprüft werden.
Die Panchkarma-Therapie
Dieses ayurvedische Entgiftungsverfahren dient traditionsgemäß einer
systematischen Ausleitung von Schadstoffen, die sich im Organismus
angereichert haben. Dabei werden die Toxine zunächst durch eine
Aufsättigung mit fetthaltigen Trägersubstanzen gebunden,
dann mit Hilfe der typischen ayurvedischen Synchronmassagen aus den
Geweben mobilisiert. Im nächsten Schritt werden die Kommunikationswege
durch Wärmeanwendungen
geweitet, um die Giftstoffe schließlich über die körpereigenen
Ausscheidungsfunktionen zu eliminieren
Die Querschnittstudie
In der Querschnittsstudie wurde bei 88 Versuchspersonen der Blutspiegel
von 17 fettlöslichen Schadstoffen bestimmt. 48 der Probanden
hatten sich der Panchakarma-Therapie unterzogen, 40 nicht.Die Ergebnisse
zeigten, dass die Panchakarma-Gruppe signifikant weit niedrigere
Blutspiegel von sogenannten polychlorierten Biphenylen
(PBCs) und mehreren Pestiziden wie DDE (Abbauprodukt von DDT), beta-HCH
und Oxychlordan aufwies als die Vergleichsgruppe.
Die Prospektivstudie
In der Prospektivstudie wurden die Blutspiegel von 15 Versuchspersonen
vor und nach einer Panchakarma-Behandlung von zwölf Tagen untersucht.
Dabei ergab sich, dass PCBs nach der Therapie um 46 Prozent und Hexachlorcyclohexan
(HCH), ein wirksames Pestizid, um 58 Prozent niedriger konzentriert
waren als zuvor.
Bewertung
Die Studie brachte zwei Erkenntnisse:
1) Die Bevölkerung ist in alarmierend hohem Maße mit polychlorierten
Biphenylen sowie einer Reihe von Pestiziden belastet. Das ist insofern überraschend,
da PCBs und viele Pestiziden bereits vor Jahrzehnten in einigen Ländern
verboten wurden. Sie sind jedoch nicht aus der Umwelt verschwunden,
da sie eine sehr lange biologische Halbwertzeit besitzen. Außerdem
werden sie über importierte Lebensmittel in die Nahrungskette
eingeführt.
2) Die Panchakarma-Therapie leitet innerhalb weniger Tage einen Großteil
akkumulierter fettlöslicher Giftstoffe aus dem Organismus aus.
Ohne die Therapie hätte der Abfall der Schadstoffkonzentration
im Blut weniger als ein Prozent betragen können.
Diese Studie erbrachte den wissenschaftlichen Nachweis, dass ein
altbewährtes Entgiftungsverfahren zur Vorsorge eingesetzt werden
kann. Sie erschien in der Sept./Okt. 2002-Ausgabe der Zeitschrift „Alternative
Therapies in Health and Medicine, Vol. 8, Nr. 5, S. 93-103“
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